Prof. Dr. Nathalie Dubois

"Seesedimente als Archive für Klimaveränderungen"

Freitag, 22. September 2017

Nathalie Dubois

Nathalie Dubois stellt die Arbeit ihrer Forschungsgruppe und ihre wichtigsten Erkenntnisse zum Klimawandel vor: Seesedimente zeichnen Jahr für Jahr die Umweltbedingungen im Einzugsgebiet der Seen auf. Sedimentbohrkerne gewähren wie Geschichtsbücher Einblick in die Vergangenheit. Das Alter der verschiedenen Sedimentschichten wird mittels des Gehalts an radioaktiven Isotopen bestimmt, bevor ihre Zusammensetzung untersucht wird. Die Analyse von Seesedimenten erlaubt etwa die Rekonstruktion der Ausbreitung von Gletschern, der damals vorherrschenden Temperatur und des Ausmasses von Regenfällen bis weit in die Vergangenheit.

Nach dem Referat können ausgewählte Schülergruppen an einer von Nathalie Dubois kommentierten Sedimentkernöffnung teilnehmen.

Dubois erlangte 2005 an der Universität Genf den Master in Geologie, bevor sie 2010 an der Dalhousie University in Kanada mit ihrer Arbeit über die «Paläozeanografie des östlichen äquatorialen Pazifiks während der letzten 100 000 Jahre» promovierte. 

Nach einigen Postdocs wurde Dubois 2013 die Leitung der Gruppe «Sedimentologie» am schweizerischen Wasserforschungsinstitut EAWAG übertragen. Anfang 2016 erhielt sie eine Förderungsprofessur des Schweizerischen Nationalfonds, um schliesslich zur Assistenzprofessorin für Paläolimnologie an der ETH Zürich ernannt zu werden. Im Rahmen ihrer Professur erforscht Dubois, wie sich frühe menschliche Aktivitäten auf die Ökosysteme ursprünglich unbewohnter Inseln im fernöstlichen Pazifik auswirkten.